STEINS;GATE
未来ガジェット研究所 · Future Gadget Lab
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Steins;Gate · Folge 01

Prologue of the Beginning and the End

始まりと終わりのプロローグ · Prologue of the Beginning and the End

Der selbsternannte Wahnsinnswissenschaftler Okabe Rintaro erlebt am 28. Juli 2010 in Akihabara etwas Unerklärbares: Er findet die Neurowissenschaftlerin Kurisu Makise erstochen auf, doch Momente später lebt sie wieder. Die Welt hat sich verändert, und nur Okabe merkt es.

Zusammenfassung

Akihabara, 28. Juli 2010. Okabe Rintaro, Student und Anführer des selbst ernannten 'Future Gadget Lab', besucht mit seiner Kindheitsfreundin Mayuri Shiina einen Vortrag über Zeitreisen im Radio Kaikan-Gebäude. Schon beim Betreten des Veranstaltungssaals trifft er auf die junge Neurowissenschaftlerin Kurisu Makise, die ihn seltsam anspricht: Sie behauptet, ihn vor 15 Minuten bereits getroffen zu haben. Okabe hat keine Erinnerung daran und weist sie ab. Kurz nach dem Vortrag hört Okabe einen Schrei und findet Kurisu auf einem Treppenpodest in einer Blutlache liegend, offenbar erstochen. Erschüttert schickt er seinem Freund Itaru 'Daru' Hashida eine SMS, in der er beschreibt, was er gesehen hat. In dem Moment, in dem die Nachricht abgesendet wird, überkommt Okabe ein heftiges Schwindel- und Desorientierungsgefühl, begleitet von einem seltsamen statischen Rauschen in seinen Sinnen. Als er wieder klar sieht, ist Akihabara menschenleer. Die Straßen, sonst belebt, wirken wie ausgestorben. Auf dem Dach des Radio Kaikan-Gebäudes steckt ein gewaltiger Satellit, der eingeschlagen ist, ohne dass jemand darüber spricht. Die Vortragsveranstaltung hat offenbar nie stattgefunden. Okabe irrt durch das leere Akihabara und begegnet schließlich auf dem riesigen Platz vor dem Gebäude einer Menschenmenge, die sich um einen Stall schart. Und dort, völlig unverletzt, steht Kurisu Makise. Die Frau, die er vor wenigen Minuten tot aufgefunden hat, lebt. Okabe beginnt zu begreifen, dass etwas Fundamentales passiert ist: Er ist auf einer anderen Weltlinie gelandet. Die SMS an Daru, so stellt sich heraus, ist fünf Tage vor dem Sendezeitpunkt angekommen. Okabe allein erinnert sich an das ursprüngliche Geschehen. Dieser Moment markiert die Geburtsstunde seines Verständnisses für 'Reading Steiner', seine Fähigkeit, Erinnerungen über Weltlinienwechsel hinweg zu bewahren, obwohl alle anderen Menschen keinerlei Erinnerung an die ursprüngliche Welt haben.

Schluesselszenen

- Erste Begegnung mit Kurisu im Radio Kaikan: Sie behauptet, Okabe bereits getroffen zu haben, was er vehement abstreitet. Dies ist bereits ein Hinweis auf die Zeitschleife, die das gesamte erste Kapitel der Serie rahmt. - Okabes Fund von Kurisu in der Blutlache: Die Szene ist kurz, erschreckend still und ohne dramatische Musik gehalten. Das visuelle Motiv der roten Flüssigkeit auf weißem Boden kehrt im weiteren Verlauf der Serie mehrfach wieder. - Der Weltlinienwechsel: Der Moment, in dem Okabe die SMS abschickt und Akihabara plötzlich leer ist, wird durch einen charakteristischen audiovisuellen Filter dargestellt. Der Zuschauer versteht noch nicht, was geschieht, aber die Fremdartigkeit ist sofort spürbar. - Kurisu lebt: Die Auflösung, dass Kurisu unversehrt auf dem Platz steht, ist sowohl erleichternd als auch unheimlich. Okabes Verwunderung spiegelt die des Zuschauers wider. - Die SMS kommt fünf Tage zu früh an: Der letzte Beat der Folge, der die eigentliche SF-Prämisse etabliert. Okabe versteht, dass die Nachricht rückwärts durch die Zeit gesendet wurde.

Zeitreise- und Weltlinien-Mechanik dieser Folge

Diese Folge etabliert die beiden zentralen übernatürlichen Phänomene, auf denen Steins;Gate aufbaut, ohne sie explizit zu benennen oder zu erklären. Erstens: Reading Steiner. Wenn Okabe zwischen Weltlinien wechselt, also wenn ein Ereignis in der Vergangenheit verändert wird und die Realität sich neu konfiguriert, behält er als einziger Mensch seine Erinnerungen an die vorherige Weltlinie. Alle anderen Menschen erinnern sich nur an die neue, veränderte Realität. In dieser Folge erlebt Okabe den ersten solchen Wechsel: Kurisu stirbt, dann lebt sie. Er ist der Einzige, der beides weiß. Zweitens: Die unbeabsichtigte D-Mail. Okabe schickt Daru eine SMS über Kurisus Tod. Diese Nachricht wird durch einen Zufall, der noch nicht erklärt ist, fünf Tage rückwärts in der Zeit gesendet. Damit verändert sie die Vergangenheit: Der Vortrag im Radio Kaikan wird abgesagt oder verändert, die Umstände, die zu Kurisus Tod geführt hätten, treten nicht mehr ein. Okabe hat, ohne es zu wissen oder zu beabsichtigen, die erste D-Mail (Delorean-Mail) der Geschichte gesendet. Die Bezeichnung 'D-Mail' wird in dieser Folge noch nicht verwendet. Die Kausallogik dieser Folge ist eine geschlossene Schleife: Kurisu stirbt, Okabe schickt die SMS, die SMS wird zurückgesendet, der Tod geschieht nicht, Kurisu lebt. Ohne den ursprünglichen Tod hätte Okabe keine SMS geschickt. Wer oder was den ersten Anstoß gegeben hat, bleibt zunächst offen und ist eine der zentralen philosophischen Fragen der Serie.

Vorausdeutungen und Aufloesungen

- Kurisus Aussage, Okabe bereits getroffen zu haben: Dies ist erst im Kontext der gesamten Serie auflösbar. Die Zeitschleife des Prologepisode ist das Herzstück des ersten Animekapitels. - Der Satellit im Radio Kaikan: Dieser Satellit spielt in späteren Folgen noch eine Rolle als Orientierungspunkt für bestimmte Weltlinienzustände. - Okabes Handy-Nachricht, die fünf Tage zu früh ankommt: Dieser Moment erklärt rückwirkend sämtliche Weltlinienwechsel der Frühphase der Serie. - Kurisus seltsame Formulierungen im ersten Gespräch: Sie spricht von 'uns' und 'vorhin' auf eine Weise, die andeutet, dass sie mehr weiß, als sie zugibt.

Bezuege im Steins;Gate-Universum

- Die Visual Novel (Steins;Gate, 5pb./Nitroplus 2009) beginnt nahezu identisch. Der Anime folgt in den ersten Episoden sehr eng der True Route der VN. - John Titor, der im nächsten Akt eingeführt wird, ist in dieser Folge noch abwesend, aber der Vortrag über Zeitreisen, dem Okabe und Mayuri beiwohnen wollen, bezieht sich indirekt auf die Titor-Mythos-Welt. - Reading Steiner als Begriff stammt aus der VN und ist eine Anspielung auf Rudolf Steiners anthroposophische Konzepte von Bewusstsein und Akasha-Chronik. - Der Satellit, der in das Radio Kaikan einschlägt, ist das IBK-4423 (im Anime nicht explizit benannt in ep. 1), ein Detail, das in späteren Folgen und in Steins;Gate 0 wieder aufgegriffen wird.

Episode

Tiefenanalyse und Fakten

Okabe Rintaro findet Kurisu Makise am 28. Juli 2010 im Radio Kaikan erstochen auf, kurz bevor er einen Weltlinienwechsel erlebt.

Dies ist der handlungsauslösende Moment der gesamten Serie und wird im letzten Akt der Staffel nochmals aus einer anderen Perspektive gezeigt.

Okabes SMS an Daru ist die erste D-Mail der Serie und wurde unbeabsichtigt durch das Phonewave fünf Tage rückwärts gesendet.

Die Verbindung zwischen der SMS und dem Phonewave wird erst in Episode 3 explizit hergestellt. In Episode 1 erscheint es zunächst als unerklärliches Phänomen.

Das im Anime dargestellte Radio Kaikan ist eine akkurate Nachbildung des realen Gebäudes in Akihabara, das 2011 abgerissen wurde.

Das neue Radio Kaikan wurde 2014 wiedereröffnet. Die Anime-Darstellung dokumentiert damit unbeabsichtigt das ursprüngliche Gebäude.

Kurisu Makise wurde von der Originalcharakterkünstlerin huke entworfen; im Anime wird das Design von Kyuta Sakai umgesetzt.

huke ist auch als Zeichner des berühmten Black Rock Shooter-Charakters bekannt. Die Charakterdesigns wurden für die Anime-Adaption leicht angepasst.

Trivia

- Der Name 'Hououin Kyouma', Okabes Alter Ego, ist eine Erfindung von Okabe selbst, die keinerlei tiefere etymologische Bedeutung innerhalb der Story hat. Er dient als Panzer gegen eine Welt, die er als feindlich wahrnimmt. - Radio Kaikan ist ein reales Gebäude in Akihabara (1-Chome, Sotokanda). Es wurde 2011, dem Jahr der Ausstrahlung, tatsächlich abgerissen und neu gebaut. Die Serie spielt mit diesem Zufall. - Die Darstellung von Akihabara ist mit großer Detailtreue gezeichnet. White Fox-Animatoren haben umfangreiches Referenzmaterial vor Ort gesammelt. - Der Vortrag über Zeitreisen, den Okabe besuchen wollte, hält Kurisu Makise, die im Jahr 2010 mit ihrer Arbeit über Neurale Netze und Zeitkonstrukte internationales Aufsehen erregt hat, in der Serie als fiktive Wissenschaftlerin.